Pilgerzeichen St. Servatius, Maastricht (Detail)

Pilger, Händler und Gräber im Schatten des Aachener Doms

Eine erstaunliche Entdeckung machte die Aachener Stadtarchäologie, als sie im Frühjahr 2010 den Eingangsbereich des Aachener Doms untersuchte. Zwar fand sich zwischen den Gräbern privilegierter Bürger nicht - wie lange vermutet – das ursprüngliche Grab Karls des Großen, dafür aber einer der umfangreichsten Komplexe mittelalterlicher Pilgerzeichen überhaupt.


Pilgerzeichen wurden ab dem 12. Jahrhundert an Wallfahrtsorten verkauft und von Pilgern am Hut oder Kleidung getragen. Unklar ist, warum sich gerade an dieser Stelle so viele Pilgerzeichen ansammelten. Waren es Grabbeigaben? Wurden sie aus religiösen Gründen dort deponiert? Wurden sie im näheren Umfeld produziert?


In jedem Fall zeugen Funde wie kleine Warengewichte aus Blei und vor allem mehr als 100 Silber- und Kupfermünzen von einem regen Markttreiben im Umfeld der Marienkirche.

Flyer zum Download (PDF, 2,3 MB)

Dompropst Msgr. Poqué und Stadtarchäologe Andreas Schaub
Pilgerzeichen, Münzen und Warengewichte
Pilgerzeichen, Münzen und Warengewichte

Neu eröffnet

Internationales Zeitungsmuseum
Pontstraße 13, 52062 Aachen
Telefon: + 49 (0)241 432 4910
Fax: + 49 (0)241 4 90 65 6
Mail: izm@mail.aachen.de

geöffnet:
Di-So 10-18 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: 5 € / erm. 3 €, Familienkarte 10 €
Öffentliche Führung jeweils sonntags um 14 Uhr

www.izm.de

 

"Wir sind Charlemagne

Neue Zürcher Zeitung | 09 Jul 2010

+++ Wenn im Jahr 2013 die Um- und Neubauten der rund zehn Stationen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten abgeschlossen sein werden, hat man mindestens 35 Millionen Euro dafür ausgegeben. Für einen, wie es aussieht, allerdings wirklich glänzend aufbereiteten Parcours, der aus einem modernen Informationszentrum, mehreren eigens erarbeiteten Dauerausstellungen und vor allem der strukturellen Einbeziehung bedeutender historischer Schauplätze und Bauwerke wie des «Grashauses» oder des «Hauses Löwenstein» besteht. Und der vor allem dem uneingeweihten Besucher das karolingische Aachen sichtbar und die historischen Tiefendimensionen der Herrschaftszeit Karls des Grossen überschaubar macht. Man wird sich, den technisch innovativen Audio-Führer «Aixplorer» als alleswissenden, selbständig navigierenden Cicerone am Ohr, gleichsam wie ein Zeitreisender durch die Kaiserstadt bewegen können. +++
[Manfred Schwarz im Magazin Reisen-Freizeit]

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