Die von Kulturbetriebsleiter Olaf Müller am 22. November im Betriebsausschuss Kultur vorgestellten Planungen zur Entwicklung des Grashauses fanden großen Zuspruch in der Politik. Bis 2014 soll aus dem ersten Rathaus Aachens und jetzigen Hort des Stadtarchivs eine Station der Route Charlemagne werden.
In Weiterentwicklung früherer Konzepte ist vorgesehen, dass die zukünftige „Station Europa“ exemplarisch und unkonventionell Grundwissen über den Verlauf, den Umfang und die Strukturen der europäischen Integration vermittelt, sich andererseits aber auch mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie „Krieg und Frieden“, „Migration und Grenze“, „Klima und Umwelt“ beschäftigt. Diese und weitere Kernthemen sollen im Zentrum des „Europäischen Klassenzimmers“ stehen. Sie sollen jungen Menschen das politische Projekt „Europa“ in seinen historischen, aktuellen und zukunftsweisenden Dimensionen vermitteln und dabei eng an die schulischen Bedürfnisse angebunden sein. Die „Station Europa“ soll als ein Ort wahrgenommen werden, der zum kritischen Quer- und Weiterdenken und damit letztlich zu politischer Einmischung motiviert.
Vorgesehen ist nach wie vor, dass das bislang im Haus Löwenstein ansässige Europe direct-Büro seinen Platz im Grashaus findet. Der Kulturausschuss beauftragte die Verwaltung damit zu prüfen, wie die Station darüber hinaus noch stärker als europäische Anlaufstelle ausgerichtet werden könne.
Konzept für den Betriebsausschuss Kultur (PDF)
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Eintritt: 5 € / erm. 3 €, Familienkarte 10 €
Öffentliche Führung jeweils sonntags um 14 Uhr

+++ Wenn im Jahr 2013 die Um- und Neubauten der rund zehn Stationen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten abgeschlossen sein werden, hat man mindestens 35 Millionen Euro dafür ausgegeben. Für einen, wie es aussieht, allerdings wirklich glänzend aufbereiteten Parcours, der aus einem modernen Informationszentrum, mehreren eigens erarbeiteten Dauerausstellungen und vor allem der strukturellen Einbeziehung bedeutender historischer Schauplätze und Bauwerke wie des «Grashauses» oder des «Hauses Löwenstein» besteht. Und der vor allem dem uneingeweihten Besucher das karolingische Aachen sichtbar und die historischen Tiefendimensionen der Herrschaftszeit Karls des Grossen überschaubar macht. Man wird sich, den technisch innovativen Audio-Führer «Aixplorer» als alleswissenden, selbständig navigierenden Cicerone am Ohr, gleichsam wie ein Zeitreisender durch die Kaiserstadt bewegen können. +++
[Manfred Schwarz im Magazin Reisen-Freizeit]
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