Kaiser Karl: Münzporträt auf Solidus um 800 (c) Kaiserpfalz Ingelheim

Ein genaues Bild Karls ist nicht erhalten

Die einzigen zeitgenössischen Portraits Karls des Großen finden sich auf Münzen wie dieser. Sie zeigen ihn nach dem Vorbild der römischen Kaiser. Nicht die individuellen Züge standen im Mittelpunkt, sondern die Anknüpfung an die antiken Imperatoren. Auch das Münzsystem selbst reformierte Karl nach römischem Muster: Die alte römische Währung, der Denar, wurde zum einheitlichen Zahlungsmittel des fränkischen Reiches.

Von seinem Vertrauten und Biographen Einhard wissen wir, dass Karl groß gewachsen war, einen Schnurrbart trug und mit hoher Stimme sprach. Er kleidete sich zumeist wie sein fränkisches Gefolge.

Münzporträt auf Solidus, um 800
Pfalz Ingelheim bei Mainz
Copyright: Kaiserpfalz Ingelheim

Der unbekannte Karl

„Karl war kräftig und stark, dabei von hoher Gestalt, die aber das rechte Maß nicht überstieg... Er hatte einen runden Kopf, seine Augen waren sehr groß und lebhaft, die Nase etwas lang; er hatte schöne graue Haare und ein heiteres und fröhliches Gesicht...“

(aus: Einhard, Das Leben Karls des Großen,
verfasst um 840)

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