Eines der wenigen Wohnhäuser, die den verheerenden Stadtbrand von 1656 überstanden haben

Das Zeitungsmuseum befindet sich im „Großen Haus von Aachen“, einem der wenigen Wohnhäuser, die den verheerenden Stadtbrand von 1656 überstanden haben. Die beiden unteren Geschosse stammen aus der Zeit um 1495, das Obergeschoss aus der Renaissance.

Die Geschichte des Hauses war eng mit der Metallindustrie verknüpft, einem wichtigen Wirtschaftszweig Aachens. Sein Erbauer Heinrich Dollart gründete 1497 ein Metallwerk im nahe gelegenen Stolberg, das bis heute den Namen „Dollartshammer“ trägt. Er selbst wurde neun Jahre später wegen eines Silberdiebstahls hingerichtet. Das Haus ging in den Besitz einer Antwerpener Handelsgesellschaft über und diente mehr als ein Jahrhundert lang als Umschlagplatz für Galmei, einem schwefelfreien Zinkerz, das für die Messingherstellung notwendig war.

Nach dem Stadtbrand erwarb die Stadt Aachen das Haus. Seit 1717 bestand hier die Stadtwaage, mit deren Hilfe die Verbrauchssteuern erhoben wurden. Mit der französischen Epoche um 1800 setzte eine wechselvolle Geschichte ein: Zunächst diente es als französisches Zollamt, dann als preußische Salzfaktorei, Polizeidirektion, Gefängnis und Kunstgewerbemuseum. In den Besatzungsjahren nach dem Ersten Weltkrieg war es Sitz der belgischen Armee, später Stadthistorisches Museum und schließlich Zeitungsmuseum.

Station Medien
Internationales Zeitungsmuseum

In einem der ältesten Wohnhäuser Aachens befindet sich das Zeitungsmuseum. Es verfügt über eine weltweit einmalige Sammlung historischer Zeitungen. Im Rahmen der Route Charlemagne repräsentiert es das Thema „Medien“ von gestern und heute.

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