Die Ausstellung wird die Geschichte Aachens ebenso lebendig werden lassen wie die Rolle, die Karl der Große darin spielte. Besonders deutlich wird dies in vier Epochen, in denen die Stadtgeschichte aufs engste mit der Geschichte Europas verbunden war. Jeder dieser vier Epochen entspricht eine Abteilung des künftigen Museums.
Die erste Abteilung führt in die karolingische Zeit, in der Aachen zu den Zentren des fränkischen Reiches gehörte. Was könnte Karl der Große gesehen haben, als er vor 1250 Jahren zum ersten Mal hierher kam? Wie hat er diesen Ort verändert? Was wissen wir über seine Aachener Pfalz? Was wurde aus ihr nach Karls Tod? mehr
Die zweite Abteilung behandelt die mittelalterliche Zeit der Krönungen, in der Aachen zu einer bedeutenden europäischen Stadt aufstieg. Wie könnte Karl V. die Stadt erlebt haben, als er 1520 hier gekrönt wurde? Wie war Karl der Große in dieser Zeit präsent? Wie veränderte sich Aachen an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit? mehr
Die dritte Abteilung zeigt den Aufbruch in die Moderne. Wie sah die Stadt aus, als sie um 1800 zur Hauptstadt des französischen Roer-Departements wurde und Napoleon Bonaparte sich zu einem neuen „Charlemagne“ erklärte? Was blieb, als der Glanz des französischen Aachen endete? mehr
Die vierte Abteilung verändert die Perspektive. Aachen wird nicht mehr mit den Augen eines Herrschers, sondern eines einfachen amerikanischen Soldaten betrachtet. Was für eine Stadt war es, die früher als andere deutsche Städte von der NS-Herrschaft befreit wurde? Wie wurde Aachen zur „Europastadt“ und Karl zum Symbol Europas? mehr
Die Ausstellung wird historische und künstlerische Exponate mit multimedialen Inszenierungen verknüpfen. Wer sich experimentell mit einem Thema auseinandersetzen möchte, hat in Geschichtslaboren die Möglichkeit. Am Ende der Ausstellung steht ein Blick in die Zukunft. Wechselausstellungen erweitern und vervollständigen das Themenspektrum.
Weitere Stationen der Route Charlemagne zum Thema Geschichte sind heute bereits das Rathaus, der Dom und die Domschatzkammer, der Elisenbrunnen und das Couven-Museum. In Zukunft kommen das Grashaus und das Haus Löwenstein hinzu.
Das Centre Charlemagne wird von der Architekturwerkstatt Aachen (hks Jochen König - Architekten + Gesamtplaner) und von Dr. Ulrich Hermanns (Dauerausstellung) gestaltet.
Bis 2012 noch im Bau: Das „Centre Charlemagne“ entsteht am Katschhof, dem früheren Innenhof der Pfalz zwischen Dom und Rathaus. Eine museale Ausstellung zeichnet die Geschichte Karls und die Entwicklung seiner Stadt nach. Das Centre ist zugleich der Ausgangspunkt zur Erkundung der übrigen Stationen der „Route Charlemagne“.